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Die Ursprünge

Der Trullo

Der Begriff "Trullo" ist von dem griechischen Wort trullos abzuleiten, das Kuppel bedeutet. Der Begriff hingegen, wie diese Trockenbauten im Altosalento und in der Murgia genannt wurden, war schlichtweg "Casedda", das wörtlich mit kleines Haus übersetzt werden kann.  Das sind sie nämlich in Wirklichkeit: bescheidene, aber komfortable Häuser, die von den Bauern gebaut wurden, wobei diese klug das damals üppigste Material in ihrem Land benutzten, den Kalkstein. Heute sind die Trulli von der UNESCO zum Welterbe der Menschheit erklärt worden.

Ursprünge

Manche gehen zum Datieren der Trulli bis ins Jahr 1500 v. Chr. zurück, als der griechisch-klassische Name tholos eine Kuppel bezeichnet, die auf ein Grabmal, den so genannten Tesoro die Atreo, gesetzt wurde. Andere hingegen beziehen sich auf den griechisch-byzantinischen torullos, der den Kuppelsaal des Kaiserpalast in Konstantinopel benannte. Zuletzt gibt es diejenigen, die auf den lateinischen Begriff turris und seine Abwandlungen turulla, trulla, trullum verweisen, was einen kleinen Turm bezeichnete.

Die Trulli sind die ersten Beispiele für einen isolierten Bau. Im Sommer kühl und warm im Winter. Sowohl die Wände, als auch der Dachkegel sind in Trockenbauweise errichtet, ohne Mörtel und nur mit Kalksteinsplittern: So bildet sich zwischen einem Stein und dem anderem eine Luftkammer, die die Temperaturwechsel absorbiert und die Temperatur konstant hält. Der Dachkegel eines Trullo wird ganz ohne Gerüst und nur mit den Chiancarelle erbaut, die konsolenartig eine auf die andere in immer engeren Kreisen bis zum Endtrichter gesetzt werden.

Die Baumeister der Trulli machten den Trullo zu einem selbstversorgungsfähigen Haus für Mensch und Tier: ein einziger Raum mit 30 Quadratmetern, der aufgeteilt war, um die Feuerstelle, den Brunnen, den Heuspeicher, den Erntelagerraum und die Stellen, um die Ernte zu bearbeiten unterzubringen.  Einige Holzbalken, die noch immer in den heutigen Trulli sichtbar sind, hatten keine tragende Funktion, sondern dienten vielmehr dazu, daran das Essen und die Vorräte aufzuhängen und sie von der Erde fern zu halten.

Die so genannte Passivität der Trullistruktur ist sogar in der Lage, die Erschütterungen eines starken Erdbebens abzufangen. In einem Bericht aus dem Jahr 1897 wird ein Zyklon erwähnt, der alles hinweggefegt hat. Nur die Trulli blieben intakt.

Zwischen Historie und Legende

Früher sollen die Trulli auch verwendet worden sein, um die Zahlung der Steuer auf Häuser zu umgehen. Hierzu gibt es verschiedene Theorien. Eine davon bestätigt, dass die Trulli verwendet wurden, um mittels eines Rauchzeichens das Nahen von Kontrollen zu melden. Dann wurden die Trulli wortwörtlich abgedeckt, um, nachdem die Gefahr vorüber war, wieder neu errichtet zu werden.

Der Volksmund sagt, dass, wenn sich der Herrscher näherte, um die Abgabe für das Bewohnen von Land einzufordern, die Cozzari nur einen Stein entfernen mussten, um den ganzen Bau einstürzen zu lassen, so dass dort, wo der Trullo stand, nur noch ein einfacher Berg aus Stein lag.

Das Itria-Tal

Die wichtigste Region der Trulli stellt das Itria-Tal dar. Hier ist es die Stadt Alberobello (BA), die mit einem ganzen Stadtviertel aus diesen Bauten in jeder Hinsicht die "Hauptstadt der Trulli" genannt werden kann.

Weitere Gebiete von besonderer Bedeutung sind die umliegenden Gegenden von Locorotondo (BA); Martina Franca (TA); Cisternino, Ostuni, Fasano und Ceglie Messapica (BR). Ähnliche Bauten sind auch in der südlichen Gegend der Murgia-Landzunge zu finden, bei Monopoli und Polignano a Mare (Bari). Diese Bauten in unmittelbarer Umgebung des Meeres waren zu anderen Zwecken genutzt und haben deutlich sichtbare, unterschiedliche architektonische Merkmale.

Auch in der Gegend nördlich von Bari, in der nordwestlichen Murgia sind zahlreiche Trullobauten zu finden. Diese wurden hauptsächlich von Hirten als vorübergehende Unterschlüpfe genutzt. Einige sind sehr anspruchsvoll, andere sehr einfach gebaut. Weitere Arten von Trulli, die auch "pajare" genannt werden, sind in den Gebieten Lizzano, Torricella und Savae im ganzen Salento verstreut.

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